HOME GALLERY CONTACT/FAQ IMPRESSUM DATENSCHUTZERKLÄRUNG

Dienstag, 5. Dezember 2017

LIFESTYLE | Die Unverpackte Lebensart



 Hey meine Lieben!
Heute komme ich mal zu einem etwas ernsteren Thema. Ich schreibe seit Oktober meine Masterarbeit zum
Thema "Abfallrecht zur Reduzierung des Plastikmülls".  Ich habe mich insbesondere auf Verpackungsmüll
und somit auch auf den enormen Verbrauch von Plastiktüten in Supermärkten spezialisiert. Im Rahmen
 meiner Arbeit habe ich unter anderem Interviews mit drei Eigentümerinnen von Unverpackt-Läden geführt.
 Es gibt schon einige Unverpackt-Läden in Deutschland, jedoch ist diese Einkaufs- bzw. Lebensart als
 Alternative  zu einem Besuch in einem Supermarkt vielen Menschen noch nicht bekannt. Deswegen möchte 
ich euch heute den Unverpackt-Laden "Butterblume" in Kassel vorstellen, der am 17. August 2017 eröffnet
wurde. Weitere Unverpackt-Läden gibt es bspw. in Berlin, Essen, Dresden, Augsburg und Darmstadt. 
Vielleicht ist ja auch einer in eurer Nähe?  


 Die Intentionen der Eigentümerin:
Die Intention, die Eigentümerin Helen mit der Gründung ihres Unverpackt-Ladens verfolgt, ist,
 ihren Kunden einen verpackungsfreien Einkauf bzw. Konsum von Bioprodukten zu ermöglichen.
  Sie selbst hat ihre Bioprodukte in der Vergangenheit bei REWE gekauft, bevor sie auf Biomärkte 
umschwenkte. Doch auch bei Helens Einkäufen in den Biomärkten sind ihr einige Unstimmigkeiten 
aufgefallen. In Biomärkten werden ähnlich wie in Supermärkten viele Waren unökologisch verpackt. 
 Darüber hinaus verhalten sich auch einige Verbraucher/Einkäufer solcher Märkte alles andere als 
umweltbewusst, indem bspw. für unterschiedliche Obst- und/oder Gemüsewaren jeweils eine 
 Plastiktüte verwendet wird. Auch dem wollte Helen mit der Gründung ihres Unverpackt-Ladens 
entgegenwirken. Von ihren Kunden wünscht sie sich deshalb ein umsichtiges bzw. 
umweltbewusstes Einkaufen.


 Das Ladenkonzept der Unverpackt-Läden funktioniert wie folgt: 
Helen bietet ihren Kunden durchaus ein Vollsortiment, welches innerhalb der einzelnen 
Warengruppen von ihr und ihren Kunden ausgewählte Produkte enthält. Zu diesen
 Warengruppen zählen zum Beispiel Obst und Gemüse, haltbare Molkereiprodukte sowie 
Fleischwaren, nicht alkoholische, aber auch alkoholische Getränke sowie Kosmetik- und 
Haushaltsprodukteauf Bio-Basis. Was die Beschaffung von Helens Produkten angeht, so 
versucht sie diese so regional wie möglich zu beziehen.Wollen Kunden in ihrem Laden
einkaufen, so können diese bspw. ihre eigenen Gläser bzw. Behältnisse mitbringen, um
 die gewünschte Ware in diese hereinzufüllen. Bevor die Behältnisse mit Waren befüllt
 werden, werden sie an der Kasse gewogen und mit einem Sticker versehen, auf welchem
 der Betrag steht, der anschließend an der Kasse abgezogen wird, wenn der Einkauf beendet
ist. Lose Waren wie Nudeln, Bohnen, Cornflakes u. s. w. hängen in Schwerkraftbehältern
 an den Wänden und sind zum Abfüllen bereit. Für Kunden, die keine Gefäße (oder nicht
 ausreichend Gefäße) zum Abfüllen bei ihrem Einkauf mit dabei haben, bietet Helen 
auch Stoffbeutel zum Kauf an, in die die Ware ebenfalls problemlos abgefüllt werden
 kann. So entsteht für die Verbraucher bzw. Kunden kein Abfall nach einem Einkauf.


Verpackung im Unverpackt-Laden?:
 Ganz ohne Verpackung kommt jedoch auch ein Unverpackt-Laden nicht immer aus.
  Einige Produkte, die Helen zum Verkauf anbietet, sind in Plastik verpackt, wie bspw. Müsli 
und Nudeln; eine Entscheidung, die nicht von ihr sondern den Herstellern getroffen wird. 
Trotzdem haben auch solche Produkte den Weg in ihr Sortiment gefunden, da sie diesbezüglich auf 
 Kundenwünsche eingegangen ist. Was die Lieferung der Produkte betrifft, so werden Obst- und 
Gemüsewaren in Pfandkisten geliefert, die zu einem späteren Zeitpunkt bzw. einer neuen 
Lieferung wieder zurück an den Bauern gehen. Auch auf den angebotenen Kaffee ist Helen sehr 
stolz, da dieser direkt aus der Kleinstadt Gudensberg geliefert wird, welche gerade mal ca. 20km 
von Kassel entfernt ist. Der Kaffee kommt ebenfalls in Pfandeimern an, welche später wieder
 zurück zum Hersteller nach Gudensberg gehen. Ihre Marmeladen erhält sie in Gläser abgefüllt
 vom Biorestaurant „Weissenstein“, welches das Erste seiner Art in Kassel ist. Die leeren 
Marmeladengläser können bei Helen im Laden oder auch direkt im Biorestaurant abgegeben 
werden. Was andere Produkte angeht, wie bspw. solche von „Rapunzel“, wird bei der
 Auslieferung der Ware nicht besonders auf die Verpackung geachtet. Jedoch ist es für die
Eigentümer von Unverpackt-Läden nicht leicht, Hersteller zu finden, die bspw. auch Nudeln
in dem Sinne unverpackt liefern. Trotzdem sollte an dieser Stelle gesagt werden, dass die
Verantwortung, in Bezug auf den Umweltschutz, nicht primär bei Supermärkten und Co., 
sondern bei den Verbrauchern, also bei jedem einzelnen von uns, liegt. Bei Josie von 
Warm Winters findet ihr zwei Posts darüber, wie man im Alltag weniger Müll produzieren
kann: Teil 1 und Teil 2. Schaut also unbedingt mal vorbei!

Wie steht ihr zu diesem Thema?Achtet ihr in eurem Alltag auf die Vermeidung von Abfall?
Wenn ja, dann schreibt eure Tipps und Tricks gerne in die Kommentare!

Kommentare:

  1. Ein sehr schöner Beitrag :) Was studierst du denn? In Jena hat jetzt auch ein Unverpackt Laden aufgemacht, darüber habe ich einen Bericht fürs Stadtmagazin geschrieben. Fand ich sehr interessant! :)

    AntwortenLöschen
  2. Hey Lisa Marie, danke für diesen schönen Post!
    Seit ich ausgezogen bin, bin ich zunehmend schockiert von den Bergen an Müll, die ich produziere, obwohl ich alleine lebe und eigentlich schon versuche darauf zu achten möglichst wenig Plastik zu kaufen...bisher habe ich einfach beim Einkauf im Bioladen darauf geachtet, alles möglichst in Glasverpackungen zu nehmen, Obst und Gemüse nicht nochmal extra einzupacken und meinen eigenen Beutel dabeizuhaben. In einem Unverpackt-Laden war ich bisher noch nicht, aber ich weiß, dass es hier in Berlin einen ganz bekannten gibt - ich glaube sogar der erste überhaupt?
    Gerade bei Kosmetik würde ich mir noch mehr verpackungsfreie Alternativen wünschen - ist doch echt nervig, alle zwei Wochen eine Duschgelpackung wegzuschmeißen. Ich werde mich in den Ferien mal damit beschäftigen selber Kosmetik herzustellen.
    Hab einen schönen Tag! Ich wünsche dir noch ganz viel Spaß und Erfolg mit deiner Masterarbeit - klingt super spannend!
    Liebst,
    Pia
    vielleicht wird alles vielleichter

    AntwortenLöschen
  3. Ein sehr schöner und informativer Beitrag. Das Thema deiner Arbeit finde ich echt spannend und aktuell. Ich wohne ja auf dem Land und in unserem kleinen Ort gibt es leider keinen Unverpackt laden, dazu ist er einfach zu klein. Dafür aber in meinem Studienort. An dem ich bin auch schon öfter vorbeigelaufen, aber für Einkäufe des täglichen Bedarfs ist der Laden natürlich zu weit weg (ich liebe ja nicht in meinem Studienort, sondern pendle).
    Finde das aber ein tolles Konzept und hoffe, dass das auch die großen Discounter irgendwann aufgreifen. Denn ganz oft ist die Verpackung sehr nervig und extrem unnötig.


    Dankeschön für deine lieben Worte ;). Dann wünsche ich dir schon in der Zeit nach deiner Arbeit ganz viel Spaß. Genieß sie in vollen Zügen.

    Outlander musst du unbedingt weiterschauen, ich liebe die Serie. Mittlerweile gibt es die zweite Staffel auch schon auf Netflix.

    AntwortenLöschen
  4. Mega cool über so ein Thema seine Masterarbeit schreiben zu können!

    Leider gibt es bei mir in Frankfurt auch nur einen einzigen Unverpackt Laden, der auch noch relativ schwer für mich zu erreichen ist.
    Wir in der Familie haben deshalb einfach beschlossen, Produkte wie Müsli oder Reis einfach in größeren Packungen zu kaufen, somit kommt mehr Produkt auf weniger Verpackung.

    Auf jeden Fall super, dass du auch über so ein Thema auf deinem Blog informierst, es ist einfach zu wichtig!

    Und ganz herzlichen Danke, dass du mich verlinkt hast, ich freue mich unglaublich :)

    xx
    Josie / Warm Winters

    AntwortenLöschen
  5. Ich suche schon so lange nach so etwas. Leider muss ich für solche Läden immer weiter wegfahren. :-(

    AntwortenLöschen
  6. Das finde ich ein sehr interessantes und wichtiges Thema!
    Leider wohnen wir ja hier was so etwas angeht echt am A**** der Welt... allerdings gibt's im Biomarkt hier wenigstens keine Plastiktüten. Aber da ginge ja noch viel mehr. ;)
    Ich finde es auch allgemein immer wieder erschreckend wie Produkte verpackt werden. Pappe außen, innen noch mal eingeschweißt usw... Das wäre so oft überhaupt nicht nötig!

    http://www.blog.christinepolz.com

    AntwortenLöschen
  7. Wow, danke für diesen interessanten Beitrag :) Ich finde es auch super, dass du deine Masterarbeit über solch ein wichtiges Thema schreibst - nur würde mich interessieren, was du studierst :)

    Übrigens vielen Dank für deinen Kommentar - habe dir auf meinem Blog geantwortet :)

    Liebe Grüße ♡
    Hang

    http://hang-tmlss.de

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Lisa, das Thema deiner Masterarbeit finde ich super spannend. Auch in Wien gibt es ein paar solche Läden, ich muss aber gestehen, dass ich dort noch nicht einkaufen war. Und das, weil ich den Supermarkt neben mir habe und es viel einfacher ist dort einkaufen zu gehen. Aber ich versuche so viel wie möglich unverpackte Lebensmittel zu kaufen (das geht auch in Supermarkt - zumindest bei manchen Lebensmitteln). Ich nehme mir aber vor, nächstes Jahr in so einem unverpackt Laden zu gehen.
    LG, Diana

    AntwortenLöschen
  9. Huhu liebe Lisa Marie,
    ich finde das ist ein wichtiges Thema, obwohl es schon ziemlich schwierig ist, wenig Müll zu produzieren.
    Ich wünsche dir einen schönen Abend ✨
    Liebste Grüße
    Yuliana

    AntwortenLöschen

  Dieser Blog ist mit Blogspot, einem Googleprodukt, erstellt und wird von Google gehostet.
  Es gelten die Datenschutzerklärung und Nutzungsbedingungen für Googleprodukte.
  Um auf diesem Blog zu kommentieren benötigst Du - wie bisher auch - ein Google Konto.

  Durch die Veröffentlichung eines Kommentars erklärst du dich ohne gesonderte Zustimmung damit einverstanden, dass dieser Blog deine
  Daten laut DSGVO speichert. Um die Übersicht über Kommentare zu behalten und Missbrauch zu verhindern, speichert diese Website Name,
  E-Mail Adresse, Kommentar sowie IP-Adresse und den Zeitstempel des Kommentars. Es besteht die Möglichkeit einen Kommentar jederzeit
  zu löschen. Detaillierte Informationen zum Datenschutz und der DSGVO findest du in meinem Impressum und in meiner
  Datenschutzerklärung.

  Wenn Du die Kommentare zu diesem Beitrag durch Setzen des Häkchens abonnierst, informiert Dich Google jeweils durch eine Mail an die in     Deinem Googleprofil hinterlegte Mail-Adresse.
  Durch Entfernen des Hakens löscht Du Dein Abbonement und es wird Dir eine entsprechende Vollzugsnachricht angezeigt. Du hast aber auch   die Möglichkeit Dich in der Mail, die Dich über einen neuen Kommentar informiert, über einen deutlichen Link wieder abzumelden.


 
PINTEREST
INSTAGRAM